Frauenpower

Das vergangene Wochenende waren wir samstags in Ricaurte, einem Dorf nahe der Küste von Ecuador. Dort haben wir vormittags im Dorf evangelisiert und zum Jugendprogramm nachmittags und zu einem Gottesdienst abends eingeladen.
Als dann das Jugendprogramm angefangen hat, kamen vorwiegend Mädchen und nur 2  Jungs. Uns wurde gesagt, dass viele Jungs an dem Tag Fußballspiele haben und deshalb nicht gekommen sind. Man hat gemerkt, dass es für die Mädchen echt was besonderes war, dass jemand extra wegen ihnen kommt und für sie ein Programm macht. Unsere Geschwister aus Guatemala (sie studieren gerade auf einem „Seminario“ Theologie und Gemeindearbeit und sind in Ecuador, um Mission aus nächster Nähe zu erleben) haben das Jugendprogramm vorbereitet und es war echt schön.
Später beim Gottesdienst kamen vorwiegend ältere Frauen. Durch den Gottesdienst wurden uns die Unterschiede zwischen der Sierra (dort wo wir leben) und der Küste bewusst: der Gottesdienst war total lebendig gestaltet; auf einmal haben ein paar ältere Frauen ihre Rasseln ausgepackt und angefangen sich zum Takt der Lieder zu bewegen. Das war echt interessant zu beobachten und hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Zu sehen, mit was für einer Freude und Hingabe sie Gott anbeten hat mich beeindruckt. Auch beim Verabschieden wurden wir herzlich in den Arm genommen und mussten versprechen, bald einmal wiederzukommen.
Später haben wir dann noch erfahren, dass der Pastor der Gemeinde, Cipriano,  ein fast 78 – jähriger Mann, der vor ein paar Monaten seinen Schulabschluss gemacht hat (er wollte den Jugendlichen in Ricaurte zeigen, dass man selbst im hohen Alter noch was erreichen kann), ein echt bewegendes Zeugnis hat. Ihm ist es ein großes Herzensanliegen, dass die Menschen in Ricaurte Jesus kennenlernen und er brennt richtig dafür!
Dieses Wochenende hat in mir einen prägenden Eindruck hinterlassen vor Allem was Hingabe an Gott angeht, weshalb es mich umso mehr freut, dass wir wahrscheinlich als Team (wir drei Mädels und Carina) bald wieder hingehen werden!

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Impressionen von der ersten Zeit hier

Jetzt endlich ein paar Bilder von dem, was wir hier schon alles erlebt haben.

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Ausblick von unserer Terrasse über Ibarra mit unserem Hausberg Imbabura

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Riesige Auswahl an Früchten und allem anderen Möglichen auf den Märkten.

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Das erste Mal Kids Club in Estación Carchi. Das Thema war „el cielo es el más bello lugar“ – „der Himmel ist der schönste Ort“, weshalb die Mädchen auch goldene Kronen tragen.

 

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Ausflug zum Cuicocha mit 2 Jugendlichen aus dem Jugendhauskreis

 

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Der Cuicocha ist ein Vulkan, in dessen Krater ein See ist. Innerhalb von 5 Stunden sind wir um den See gewandert… die Landschaft dort war einfach atemberaubend!

 

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Es gibt so viele schöne Orte wo man die Natur genießen und einfach zur Ruhe kommen kann.

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Für eine Nacht haben wir das Missionarsleben kennengelernt, so wie man es sich vorstellt, haben in einem selbstgebauten Holzhaus übernachtet, Fledermäuse und riesige Spinnen haben uns Gesellschaft geleistet, wir haben uns mit Regenwasser aus einer Tonne gewaschen…

 

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… und haben unter Moskitonetzen geschlafen.

 

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Noch ein paar Impressionen von anderen schönen Orten…

 

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In einem Dorf, in dem Quichua-Indiander leben, waren wir in einem kleinen Laden, in dem eine Frau selbtgestickte Blusen und Tischdecken verkauft und sie hat uns sogar eingeladen, einen Tag zu ihr zu kommen, um das Sticken zu lernen.

 

Das ist nur ein kleiner Teil von dem, was wir in den ersten 4 Wochen hier erlebt und gesehen haben… es gäbe noch viel mehr zu berichten, aber leider ist immer zu wenig Zeit da, um alles aufzuschreiben. Jetzt in den nächsten paar Wochen steigen wir so richtig in unsere Arbeit in den Kids Clubs und Jugendkreisen ein und beginnen, das Weihnachtsanspiel vorzubereiten und zu planen. Obwohl die Wochen nicht ganz mit Arbeit ausgefüllt sind, ist immer was zu tun. Trotzdem versuche ich euch auf dem Laufenden zu halten,

eure Sarah